Tölt

Einige wenige Pferderassen beherrschen diese besondere Gangart. Unter ihnen die Islandpferde.

Als Viertaktgangart ist der Tölt eng verwandt mit dem Schritt, allerdings ist ein töltendes Pferd schneller, als ein schreitendes.

Im Gegensatz zum Schritt befinden sich immer wechselweise ein oder zwei Hufe am Boden (während im Schritt Zweibeinstützen mit Dreibeinstützen wechseln)

Vom Trab unterscheidet sich der Tölt vor allem dadurch, dass keine Schwebephase vorkommt. Es befindet sich immer mindestens ein Pferdehuf am Boden. Dadurch sitzt der Reiter im Tölt besonders erschütterungsfrei und bequem.

An dieser Stelle muss auch der Rennpass erwähnt werden, den die so genannten "Fünfgänger" unter den Isländern beherrschen.

Der Pass ist eine laterale Gangart mit Flugphase, die nur im Renntempo über kurze Strecken - einige hundert Meter - geritten wird.

Vier- und Fünfgängige Pferde bringen aber nicht nur diese fabelhaften Gangarten mit, sondern auch die damit verbundenen reiterlichen Herausforderungen:

Der gewünschte klare Viertakt im Tölt geht schnell verloren. Gelassener Tölt mit tragendem Rücken erfordert vom Reiter durchdachtes und gefühlvolles Training. Versammelte Lektionen im Trab oder Galopp fallen dem töltenden Pferd sehr schwer.

Auf dem Rücken eins locker und federnd durch den Wald töltenden Pferdes wird der Reiter jedoch restlos für diese Schwierigkeiten entschädigt.

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